Nachhaltiges Wohnen // Zu Besuch bei moll*

moll-messe-stabd-imm-cologneEigentlich ist der Januar ein ruhiger Monat. Die Zeit der großen Feste und Parties ist vorbei, es gibt nichts vorzubereiten, zu dekorieren, zu schenken. Eigentlich. Denn es geht woanders rund und zwar so richtig. Es ist die Zeit der Händler-Messen, das große Treffen, präsentieren der neuen Produkte, sehen und gesehen werden für Firmen, Marken, Händler, Journalisten, Influencer und Blogger. Die Modebranche hat sich vergangene Woche in Berlin auf der Fashionweek mit ihren vielen Messen Panorama, Premium, Bright, Seek, etc. getroffen. Oder man reist Ende des Monats auf die CIFF in das wunderschöne Kopenhagen. Wer Kindermode sehen möchte ist in diesen Tagen auf der Playtime Berlin oder der CIFF Kids. Deko und Geschenkartikel gab es vor zwei Wochen in München auf der Trendset, letzte Woche in Hamburg auf der Nordstil oder im Feburar wieder in Frankfurt auf der Ambiente. Ja und dann war letzte Woche noch die renommierte internationale Messe für Interiordesign, Möbel und Living in Köln: die IMM Cologne.

 

Wer auf Instagram oder anderen Social Media Kanälen unterwegs ist, hat bestimmt schon die eine oder andere Impression der vielen schönen Messen gesehen. Blogger, Influencer und Marken haben fleißig Bilder der neuesten Trends und Designs gepostet. Ein Thema, das auf allen Messen und quer durch alle Branchen präsent war, ist Nachhaltigkeit. Nicht mehr neu, aber immer wichtiger. Sei es, dass uns allen die Veränderungen durch den Klimawandel immer bewusster werden oder wir uns in Zeiten von „Hygge“ und der „Slow Living“-Bewegung nach mehr Beständigkeit und Langlebigkeit sehnen. Weniger Konsum dafür aber besser kaufen, Stücke für die Ewigkeit wenn möglich. Und die Zeit, die wir dann sparen verbringen wir mit Dingen, die uns besonders glücklich machen: Treffen mit Freunden und Familie, gemeinsamen Kochen oder einem guten Buch. Wir leben, gemeinsam und intensiv.

moll-messe-stand-imm-cologneAuch Möbel dürfen in der Familie mitleben, gerne auch für immer und vielleicht sogar über Generationen. In unserem Haus leben wir mit einer Holzbank, zwei Kommoden, einer Teekanne, Vasen und Besteck von unseren Großeltern. Das ist schön, wir Erwachsenen erinnern uns und die Kinder lernen mit den Erinnerungsstücken achtsam umzugehen. Die alte Holzbank muss auch mal als Klettergerüst herhalten, aber das macht sie locker mit. Sie soll ja mit uns leben und wurde von meinem Großvater für die Ewigkeit gebaut.

 

Ich freue mich Martin Moll, den Geschäftsführer der moll Funktionsmöbel GmbH, hier begrüßen zu dürfen, er beantwortet mir ein paar Fragen zum Thema nachhaltiges Wohnen und Möbel für die Ewigkeit.

 

Herr Moll, herzlich willkommen! Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei moll?

 

Das Thema Nachhaltigkeit ist bei moll keine leere Phrase. Wir produzieren inmitten schönster Landschaften auf der Schwäbischen Alb. Aus dieser Nähe zur Natur ergibt sich für uns ganz von selbst das Verantwortungsbewusstsein, diese Umwelt schützen und zukünftigen Generationen ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen zu wollen.

 

Welche Anforderungen stellen Sie an Materialien?

 

Die Rohstoffnutzung ist natürlich ein wichtiger Fakor, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Daher beziehen wir unsere Rohstoffe vorzugsweise von lokalen Produzenten und achten auf entsprechende Gütesiegel beim Einkauf. So können wir garantieren, dass die Materialien nach Verwendung recyclebar sind und wiederverwendet werden können. Dies setzt voraus, dass die Möbel auch intelligent zerlegbar sind.

 

Für die verschiedensten Oberflächenveredelungen setzen wir die unterschiedlichsten Lacke wie Acryl- Pulver- oder UV-Lacke ein. Diese sind allesamt umweltfreundlich, ergiebig und recyclingfähig.

 

Dass wir die geltenden Umweltgesetze und -verordnungen in ihrer Gänze einhalten, ist für uns selbstverständlich.mitwachsende-kindermoebel-moll-3Ihr Garant für Nachhaltigkeit ist …

 

„Lebenslange Nutzbarkeit“ ! Lebenslang ist natürlich ein bisschen übertrieben, aber das ist die Idee oder das Ziel, das wir verfolgen: Möbel zu bauen, die man „für immer behalten“ kann. Wer in Dinge investiert, die man nicht ständig erneuern oder wegwerfen muss, leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

 

Und wir produzieren die Möbel dazu:

 

Bei unseren Möbeln kommen hochwertige Materialien und eine Verarbeitungsqualität zum Einsatz, die Langlebigkeit garantieren. Dass uns das gelingt, sehen wir daran, dass uns Ersatzteilanfragen für Kleinteile erreichen, die zu Tischen gehören, die bereits 30 Jahre im Einsatz sind.

 

Eine dauerhafte Nutzung ist deshalb möglich, weil unsere Möbel „moll unique“ und unsere Kinderschreibtische sowie Kinderdrehstühle mitwachsen. Sie sind nach jedem Wachstumsschub oder Nutzerwechsel gleichermaßen ergonomisch. Beim Thema „Mitwachsen“ denken wir aber noch einen Schritt weiter und sind der Meinung, dass es neben der Kerngestaltung und Grundfunktionalität auch flexible Anpassungsmöglichkeiten geben muss. Denn Vorlieben und Bedürfnisse ändern sich. Dem werden wir mit austauschbaren Elementen in verschiedenen Farben und Materialien und mit Erweiterungen gerecht.

 

Wir fertigen ausschließlich in Deutschland. Das sichert die Qualität, Arbeitsplätze und die Einhaltung hoher sozialer und ökologischer Standards.

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Wie sollten Möbel für ein nachhaltiges Wohnen für Sie in erster Linie sein?

 

Ich las kürzlich den Satz, „Hochwertige Möbel von heute sind die Antiquitäten von morgen“. Besser kann man es wohl nicht ausdrücken. Wer sich neue Möbel kauft und dabei auf die Qualität der Materialien und eine hochwertige Verarbeitung achtet, erhält im besten Fall Möbel, die von Generation zu Generation weitergegeben werden können. Was könnte nachhaltiger sein? Und falls doch mal etwas beschädigt wird, erhält man bei uns dank langer Nachliefergarantien immer noch Ersatzteile.

 

Welche „Umwelt“-Siegel tragen moll-Möbel?

 

Belegt wird unser nachhaltiges Handeln von mehreren externen, unabhängigen Instituten. moll Produkte sind zum Beispiel mit dem Blauen Engel, dem FSC Siegel und dem GS-Zeichen zertifiziert: Ist ein Produkt umweltfreundlich, das heißt „werden die Grenzwerte für die Emission unterschritten“, kann es mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden. Die Auszeichnung erfolgt bei den wenigen Produkten, die in allen Produktphasen wie Herstellung, Ge- bzw. Verbrauch und Entsorgung, sowie unter gesundheitlichen wie ökologischen Gesichtspunkten erfolgreich geprüft worden sind.

 

Um den Wald für die kommenden Generationen zu bewahren, erwerben wir unser Holz ausschließlich bei Lieferanten, die das PEFC- oder das FSC-Siegel besitzen. Mit diesen Siegeln stehen unsere Produkte für eine Zertifizierung der gesamten Produktketten in der Herstellung vom Rohstoff bis zum gebrauchsfertigen Endprodukt.

moll-moebel-instagramIhre 5 Tipps zum Thema nachhaltig Wohnen:

 

1. Hochwertige Möbel kaufen – sie sind langlebiger als vermeintlich günstigere “Schnäppchen” und damit letztendlich die bessere Investition.

 

2. Darauf achten, dass die eingesetzten Rohstoffe recyclingfähig sind.

 

3. Das FSC-Siegel berücksichtigen und nach der Herkunft der Hölzer fragen.

 

4.Nicht jedem Möbeltrend folgen. Lieber auf veränderbare Systeme setzen (wie die austauschbaren Seitenwangen des Schreibtisches Champion).

 

5. Möbel vererben, verschenken oder verkaufen.

 

Vielen Dank Herr Moll für den Einblick in ihre Arbeit und die Anregungen zu nachhaltigem Wohnen! Mehr zu moll und den Produkten gibt es unter www.moll-funktion.de.

 

♥-liche Grüße, Frau Krauss

 

 

*(Das Interview entstand in Zusammenarbeit mit der Firma moll Funktionsmöbel GmbH. Ich möchte mich bei Herrn Moll ganz herzlich für das Vertrauen in meine Arbeit bedanken.)

 

 


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