Atmen gegen Mental Overload // Achtsamkeit

Kennst du das, wenn dein Gedankenkarussell im Kopf nicht mehr aufhört sich zu drehen? “Wer hat noch nicht, wer will noch mal” scheint mein Karussell zu rufen und dreht fleißig Runde um Runde. Nur fehlen ihm hier die jubelnden Fahrgäste, die sich über die vielen Extrarunden zum gleichen Preis freuen. “Stop, halte doch endlich an und lasse mich aussteigen” möchte ich rufen.

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Doch auf lautes Rufen reagiert mein Gedankenkarussell nicht. Aber auf viele tiefe Atemzüge bei geschlossenen Augen auf dem immer gleichen Platz. Meditieren gegen Mental Overload ist meine Lösung, an die ich mich selber aber auch nicht immer halte. Es gibt gute Zeiten und schlechte Zeiten. In den schlechten hänge ich dann plötzlich wieder ganz tief drin in den Mühlen des Alltags, der Arbeit, der Extra-Projekte und des perfektionistischen Anspruchs an mich selber. Nur ich selber kann mich da wieder rausziehen. In der Theorie weiß ich das, in der Praxis verpasse ich oft den richtigen Weg. Darum habe ich einen festen Platz, ein paar feste Rituale, mit denen ich es über die Jahr immer besser und schneller schaffe das Gedankenkarussell zum Stehen zu bringen und die mentale Überlastung in meinem Kopf hinter mir zu lassen.

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Es gibt in unserem Haus den grauen Sessel, an dem ich täglich immer und immer wieder vorbei gehe. Er ist mein einer “fester Platz” zum Atmen und Innehalten. Der andere Platz ist meine Yogamatte. Sie begleitet mich seit so viele Jahren und immer wenn ich darauf sitze, das Material unter meinen Händen und Füßen spüre, die Augen schließe, stellt sich bei mir eine innere Ruhe ein. Der graue Sessel ist in meinem Alltag mit der Familie viel präsenter weil er mitten im offenen Wohn-/Ess-/Küchenbereich steht, darum versuche ich morgens ein paar Minuten Me-Time darauf zu verbringen bevor ich das Haus verlasse. Erst mache ich mir ein heißes Zitronenwasser, ein Ritual, das ich schon über Jahre (fast) täglich zelebriere. Die warme Tasse stelle ich neben meinen Sessel, setze mich aufrecht darauf und schließe die Augen. Nach ein paar tiefen Atemzügen, mache ich mir eine geführte Meditation in meiner “7mind App” auf dem Smartphone an oder genieße die Ruhe und atme einfach weiter.

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So klischeehaft es klingt, ich vergesse im Alltag wirklich oft das tiefe Atmen. Aber je öfter ich meine kleinen Rituale an den immer gleichen Orten wiederhole, um so schneller stellt sie die Entspannung ein und ich komme wieder in eine tiefe Atmung hinein. So stoppe ich mein Gedankenkarussell und entkomme Stück für Stück dem Mental Overlaod. Nicht immer, aber immer öfter. Es ist ein großes Stück Arbeit an mir selber, aber sie tut so verdammt gut. Tiefe Atmung und gedankliche Ruhe sind wie ein kurzes Bad im Jungbrunnen oder das Untertauchen in einem eiskalten See.

Ein weiteres, wunderbares Ritual sind Kleidungsstücke, zum Beispiel ein Pullover, die ich bei meinen mentalen “Reisen” trage. Irgendwann reichte es diesen Pullover “nur” anzuziehen und ich falle automatisch in einen Entspannungsmodus. Den Pullover ziehe ich gerne wie eine Art Rüstung oder Schutzschild an wenn ich meine eigene, innere Unterstützung brauche. Klingt vielleicht etwas komisch, aber es funktioniert tatsächlich! Eine feine, kleine Auswahl kuscheliger Hoodies und Pullover mit Potential zum Lieblingsstück findest du zum Beispiel in meinem Onlineshop.

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Wenn es im Familienalltag richtig trubelig und wild läuft ( wie so oft), haben wir als Familie zwei kleine Trigger, die abends eine unglaubliche Ruhe in unserem Haus verbreiten: Klassik Radio und eine dampfende Kanne Tee, von der sich dann jeder in der Küche eine Tasse einschenkt und die zweite zum Lesen mit ans Bett nimmt. Die Kinder lieben dieses abendliche Ritual. Ich übe mit ihnen auch immer wieder “5 Atemzüge bei geschlossenen Augen” als Trick um sich besser bei Klassenarbeiten oder den Hausaufgaben zu konzentrieren. So sehr wir es mögen Karussell zu fahren, aus dem eigenen Gedankenkarussell müssen zu unserem Wohl immer mal wieder aussteigen. Kleine Rituale und die eigene Atmung bewirken dabei wahre Wunder!

♥-liche Grüße, Frau Krauss 

Text & Fotos: Ann-Cathrin Krauß

(Werbung: der Beitrag enthält einen Link zu meinem Onlineshop)


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