Ein Blick // in meinen Alltag, 7. Januar 21

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr ihr lieben Leser*innen dort draußen an den Computern, Tablets und Smartphones. Ich hoffe ihr seid gut angekommen in diesem Jahr 2021, das (immer noch) Ungewissheit und Planunglosigkeit mit sich bringt. Dabei plane ich doch so gerne! Planen kann ich für meinen Blog und darum gibt es ab sofort eine neue Rubrik: “Ein Blick in meinen Alltag”. Ihr bekommt etwas Einblick was bei uns gerade so los ist, wie es mir geht, was wir so machen. Ich hoffe, dass es in diesen ungewissen Zeiten hilft zu sehen, dass wir alle struggeln und uns irgendwie da durch hangeln. Was mich dazu inspiriert hat erzähle ich weiter unten. Ich hoffe euch gefällt ein Blick in meinen Alltag!

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Eine Freundin hat mir erzählt, dass sie alle Kalender seit der Schulzeit aufgehoben hat. Rückblickend sind diese für sie wie eine Art Tagebuch und sie schaut immer wieder wann sie was gemacht, erlebt, gefeiert oder gearbeitet hat. Wenn wir zeitliche Fragen zu Ereignissen in unserem Schulleben haben, müssen wir sie nur anrufen. Ich habe heute Morgen in meinem Kalender 2020 geblättert und mir den Januar angeschaut. Da ahnten wir noch nichts, führten ein freies, unbedarftes Leben ohne AHA-Regeln und Lockdown. Im Januar 2020 gab es Einladungen zu Geburtstagen, einen Theaterbesuch, Schlittschuhlaufen mit der Schule, Treffen mit Freunden, ich habe einen Kuchen für das Hockeyspiel meiner Tochter gebacken, wir haben überlegt ob wir in den Faschingsferien noch ein paar Tage zum Skifahren gehen könnten und dann spontan gebucht. Im Januar 2021 stehen fast keine Termine im Kalender. Hier muss das eine Kind mal zum Kieferorthopäden, dort kommt mal ein Handwerker. Ich habe keine Termine für Klassenarbeiten der Kinder drin stehen, keine Hockeyspieltage, keine Geburtstagseinladungen, keine Verabredung. Ein Termin mit Freunden stand für gestern drin: wir sind zusammen im Wald spazieren gegangen, die Kinder lüften, bewegen, zeigen dass es noch andere Menschen außerhalb der Kernfamilie dort draußen gibt. Ansonsten plane ich momentan lediglich meine Arbeitsprozesse in dem Kalender, versuche aber auch dabei maximal flexibel zu bleiben. Wir wissen noch nicht wie der Schulalltag der Kinder in den nächsten Wochen und Monaten aussieht und wie sehr sie unsere Unterstützung brauchen. Ich habe mich daran gewöhnt an den Abenden und Wochenenden zu arbeiten, hüpfe wie ein Frosch von Situation zu Situation. Und bin dabei sehr dankbar, dass ich diese Möglichkeit habe: Arbeiten mit einem hohen Maß an Flexibilität.

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Zwischen den Jahren habe ich das neue Buch von Maja Lunde gelesen: “Als die Welt stehen blieb: Vom Leben im Ausnahmezustand” *. Es ist sehr persönlich und handelt von den ersten Wochen des Corona-Lockdown im März 2020. Maja Lunde hat sozusagen ihr „Tagebuch“ geschrieben. Die Sprache ist toll, das Buch liest sich sehr schön und flüssig. Es ist als ob man selber in ihrem Alltag in Norwegen dabei ist weil man das Gleiche erlebt hat. Das macht es auch etwas bedrückend. Zumal wir gerade wieder mitten in verschärften Lockdown-Maßnahmen stecken. Aber es gibt einem das Gefühl „wir sitzen alle im selben Boot“ und müssen da zusammen durch. Zum Lachen ist das Buch nicht. Doch wir teilen die Gefühlslage und das tut gut. Maja Lunde hat mich zu dieser neuen Rubrik inspiriert, ich möchte ab sofort immer wieder einen Blick in meinen Alltag mit euch teilen. Denn mir geht es wahrscheinlich nicht anders als vielen von euch da draußen. Ich will keinen Lockdown mehr, ich will kein Corona mehr, ich will unser altes Leben zurück. Gegen die schlechten Gefühle in mir drin habe ich vorgestern Farbe dekoriert. Gute Laune zum Anschauen, die mir hoffentlich wieder mehr Positivität verleiht. Die Tulpen zaubern einen Hauch von Frühling ins Haus. Jetzt harren wir der Dinge und sind gespannt wie das Homeschooling der Kinder ab nächstem Montag abläuft und wie wir die nächsten Wochen mit zwei Schulkindern und zwei Jobs erleben. Ich werde es mit euch teilen. Mein Kalender wird wohl im Januar weiterhin so leer wie bisher bleiben. Es ist wie es ist. Darauf gönne ich mir jetzt ein großes Stück Schokolade!

♥-liche Grüße, Frau Krauss 

Text & Fotos: Ann-Cathrin Krauß

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