Meine 5 Dinge // im Dezember 2020

A december to remember! Das ist dieser Dezember 2020 definitiv. Er hat mich einfach überrollt. Es gab jede Menge Arbeit für meinen Onlineshop, für die ich unglaublich dankbar bin. Meine Mama hat sich den Arm gebrochen und brauchte unsere Hilfe. Unsere Kinder haben sehr viele Klassenarbeiten geschrieben und dann wurden sie eine Woche früher in die Weihnachtsferien geschickt. Auch sie brauchten in diesem Monat unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Fast alle Geschenke habe ich am letzten Tag vor dem Lockdown besorgt, ich hatte dafür eigentlich ganz gemütlich die letzten Tage vor Weihnachten eingeplant. Unser kleiner Buchladen hat mir gestern noch die letzten Geschenke mit dem Fahrradkurier geliefert. Aus dem gemeinsamen Glühwein mit der Freundin unter weihnachtlichem Sternenlicht in der Stadt wurde ein Spaziergang im Wald bei Regen mit einem Glas Sekt. Die schwerste Entscheidung, eine Entscheidung von Vernunft über das Herz, war die Absage unseres Sylvester-Urlaubs mit den Freunden aus Hamburg. Seit 9 Jahren verbringen wir die Tage nach Weihnachten bis ins neue Jahr hinein zusammen, entweder bei ihnen in Hamburg oder bei uns in Karlsruhe. In diesem Jahr fühlt sich Sylvester mit 5 Personen über 14 und 5 Personen unter 14 aus zwei Bundesländern einfach falsch an. und wird könnten auch nichts unternehmen, dürften noch nicht einmal mit zwei Familien draußen spazieren gehen. Vielleicht sollten wir einfach früh ins Bett gehen und den Jahreswechsel ausfallen lassen. Das Herz ist traurig und leer. Dazu die immer neuen Corona-Schreckensmeldungen und Regeln. Das alles geht tief hinein und zehrt an den Nerven. Die gesamte letzte Woche bin ich vor Erschöpfung schon um kurz nach 20 Uhr auf dem Sofa eingeschlafen. Oder in meinem Bett weil ich eigentlich die Wäsche in den Kleiderschrank räumen wollte. So langsam komme ich aber wieder zurück, habe mich im Schlaf erholt und Kraft gesammelt. Wir wollen versuchen auf den letzten Metern aus dem Dezember 2020 trotzdem das Beste heraus zu holen: die Stimmung hoch halten und gute Laune verbreiten. Ist nicht einfach, aber Trübsal blasen bringt uns jetzt auch nicht weiter. Einen Ausblick ins neue Jahr 2021 möchte ich kaum wagen. Vermutlich wird es für die Kinder auch nach dem 10. Januar keine Rückkehr ins “normale” Schulleben geben. Diese Bedenken haben befreundete Lehrer schon geäußert. Vielleicht nach den Faschingsferien Ende Februar sagen sie. Wenn dem so wäre steht uns Familien wieder ein riesiger Kraftakt bevor, daran möchte ich noch garnicht denken. Ich tauche jetzt erst einmal ab in die Weihnachtszeit-Bubble mit viel Familienzeit vor dem Tannenbaum, Plätzchen essen, Spiele spielen, Filme schauen und lesen. Vielleicht verlassen wir zu einem Spaziergang oder einer Joggingrunde mal das Haus. Ansonsten machen wir einfach nichts und warten ab was da kommt.

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Druck raus, Dankbarkeit rein: Es ist der 23. Dezember und ich habe noch keine Weihnachtsgeschenke verpackt. Nur die, die den Postweg nehmen mussten. Vielleicht erledigt das Christkind heute Nacht alles für mich, das wäre schön. Immerhin steht jetzt der Weihnachtsbaum geschmückt im Wohnzimmer und das Rotkraut für den 1. Weihnachtsfeiertag köchelt auf dem Herd vor sich hin. Ich habe noch Weihnachtsgrüße an der Haustür einer Freundin übergeben, mit der Post habe ich in diesem Jahr keine verschickt, mir hat schlicht die Zeit gefehlt. Aber ich mache keine Pläne mehr und mir selber auch keinen Druck mehr. Es kommt wie es kommt und die wichtigen Menschen wissen, dass wir an sie denken und ihnen nahe sind. Morgen hole ich um 9 Uhr in unserer Lieblings-Patisserie drei “Bouche de Noelle” ab, das sind kleine Weihnachtstorten. Die hatte ich vorsorglich schon im November bestellt und bin jetzt dankbar, dass wir uns an den Weihnachtstagen darüber freuen können und sie mit dem einen oder anderen engen Familienmitglied genießen dürfen. Auf Abstand natürlich. Und seit 10 Tagen hatten wir nur noch Kontakte mit Maske oder draußen. Das ist 2020, das Jahr, das uns gelehrt hat am besten keine Pläne zu machen. Und sich selber keinen Druck. Und Bescheiden zu werden und Dankbar. Klingt fast wie die Kalendersprüche eines Abreißkalenders, ist aber die Realität dieses Jahres. Ich bin dankbar, dass ich uns so leckere Weihnachtstorten als Dessert schenken kann und nehme mir den Druck in der Küche verschiedene perfekte Weihnachts-Desserts vorzubereiten. Schenkst du dir auch etwas und nimmst den Druck raus?

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Outfit für die Weihnachtsfeiertage: Die Tanzschuhe bleiben in diesem Jahr im Schuhkarton, es lebe die Loungewear: Leggings und Kapuzenpullies, Sweatpants und T-Shirts oder Pyjama all day long. Darauf freue ich mich schon sehr! Und ich glaube das Christkind bringt mir einen neuen Schlafanzug. Nur wenn die Familie einzeln und getrennt nach Haushalten an den Weihnachtsfeiertagen mal kurz vorbei kommt werfen wir uns in Schale, aber dann so richtig. Wir wollen funkeln und glitzern, schöner als der geschmückte Tannenbaum! Es ist wie es ist, aber es wird was du daraus machst! (Schon wieder ein Kalenderspruch). Und wir wollen beides: Glitzer & Gemütlichkeit!

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Weihnachtsbäckerei: Etwas Gutes haben die verlängerten Weihnachtsferien, unsere Fräulein Krauss backen Plätzchen was das Zeug hält. Und verschenken sie! Sie packen kleine Beutel voller Backglück und wir legen sie den Freunden vor die Haustür. Als Geste, dass wir sie nicht vergessen haben. 2020 hat uns allen mehr als deutlich vor Augen geführt, dass die kleinen Dinge im Leben die ganz großen sind. Denn die bleiben uns erhalten, trotz Pandemie, und sind so wertvoll. Wenn du den entspannten Weg gehen möchtest (du weißt: Druck raus), dann kannst du morgen noch die fertigen Plätzchenteige von Tante Fanny aus dem Kühlregal holen, dir den leckeren Keksduft in deine vier Wände zaubern und dann die Plätzchen verschenken!

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Hütten-Deko: Wir dekorieren uns das winterliche Alpenfeeling zu Hause mit dem was unser Fundus her gibt. Ein Fell am Boden vor dem Tannenbaum zusammen mit einer Holzkiste voller Bücher und ein großes Windlicht mit einer Kerze darin? Im Supermarkt kann man sich auch Feuerholz kaufen und es mit ein paar Tannenzweigen im Wohnzimmer dekorieren. Wir schaffen uns unser eigenes Hütten-Feeling in den vier Wänden. Bei uns haben sich über die Jahre ein paar Felle angesammelt, die werde ich auf die Esszimmerstühle legen. Dazu stelle ich viele weiße Kerzen auf den Tisch, hole die graue Leinentischdecke und die Leinenservietten heraus und dekorieren mit Zweigen, Nüssen und Naturstücken, die wir beim Waldspaziergang gesammelt haben. Vielleicht ist uns der Winter gnädig und schickt uns am 1. Weihnachtstag den ersehnten Schnee für das Alpenfeeling. Meine Wetter-App sagt eine Wahrscheinlichkeit von 50 % voraus. Wer träumt sich mit uns in die Berge?

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Schauen & lesen: Ich kann keine weihnachtlichen Serien und Filme mehr anschauen. Szenen von Freunden in fröhlicher Runde auf dem Weihnachtsmarkt, große Familienfeiern an festlich gedeckten Tafeln, Menschen, die singen oder sich in den Armen liegen, ich halte es einfach nicht aus. “Schau her, das war mal euer Leben” rufen mir diese Bilder zu. Ich mag sie nicht sehen. Darum war ich sehr happy als ich die Serie “The Art of Crime” in der ZDF Mediathek entdeckt habe. Kann ich wärmstens empfehlen. Eine Kunstexpertin aus dem Louvre und Polizist lösen in Paris gemeinsam Verbrechen auf, die in Verbindung mit Kunstwerken stehen. Eventuell liegt auch etwas Liebe in der Pariser Luft!

Ich freue mich in der nächsten Tagen im Schlafanzug auf dem Sofa zu liegen und zu lesen. Ganz oben auf der Liste steht das neue Buch “Alle sind so ernst geworden” von Martin Suter & Benjamin von Stuckrad-Barre. Eine Art niedergeschriebener Podcast, lauter Unterhaltungen, die die beiden Herren miteinander über die aktuelle Zeit geführt haben. Soll sehr unterhaltsam sein, Ich bin gespannt. hast du noch einen Buch-Tipp für mich? Ich wünsche dir und deinen Liebsten frohe Weihnachten in dieser “wilden Zeit”, macht das Beste daraus!

♥-liche Grüße, Frau Krauss 


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