So sieht es aus – 14 Fragen an mich // Das Leben

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Hui, jui, jui, es ist gerade keine einfache Zeit, die Nerven liegen (fast ) blank. Eigentlich sind wir sehr dankbar, dass wir alle gesund und beisammen sind. Gesundheit ist das höchste Gut im Leben, ganz ohne Zweifel. Doch nicht immer schaffe ich es, dass sich diese Dankbarkeit über alles andere legt und schlechte Gefühle überstrahlt. Letzte Woche zum Beispiel, als unsere Küche geliefert und im neuen Haus aufgebaut werden sollte. Die Küche war da, zumindest im LKW vor unserem Haus. Doch das Parkett lag nicht wie vereinbart auf dem Boden und die Wände waren nicht gestrichen. Obwohl wir am Abend vorher noch die Zusage auf unser Nachfragen bekommen hatten. Wir glaubten an fleißige Heinzelmännchen, die eine Nachtschicht einlegen würden. Pustekuchen! Am nächsten Morgen kein Parkett, keine Farbe, noch nicht einmal der Estrich war ganz trocken. Das hat uns aber niemand gesagt. Dafür hatten wir äußerst nette, verständnisvolle und mit viel Fachkenntnis ausgestattete Küchenbauer, die unsere Küche nicht in diesem Zustand des Wohnraums aufbauen wollten. Sie sind mit unserer Küche wieder davon gefahren und ich bin zum zweiten Mal seit Projektstart “Hausbau” so richtig sauer geworden. Das erste Mal war nach dem abgelehnten Bauantrag (Genehmigungszeitraum eines Bauantrags ist 6 Monate!). Jetzt verschiebt sich alles noch einmal um einen Monat nach hinten. Ein Monat mehr in unserer kleinen Mini-Wohnung, in der wir uns inzwischen alle mächtig auf die Nerven gehen. Jeder sehnt sich nach etwas Rückzug, ein wenig “Ich-Zeit”. Wir fühlen uns wie kleine Labormäuse in einer Versuchsreihe: die äußeren Bedingungen werden nochmals verschärft, mal sehen wie lange sie noch durchhalten. Grrrrr.

Je schlechter mein Gemütszustand, desto weniger Lust, Laune, Kraft und Kreativität habe ich für eigentlich so schöne, unterhaltsame Tätigkeiten wie Instagram. Meinen “Herr und Frau Krauss Onlineshop” Account fülle ich täglich mit schönem, neuem Inhalt, mein (noch) größerer Account “Herr und Frau Krauss” stagniert gerade, ich verliere Follower. Frau Krauss kann gerade nicht so wie sie gerne würde. Ist leider so.

Da hatte ich mich am 1. Mai noch großspurig auf Instagram zu einer Blogger Challenge angemeldet. Dachte es ist Zeit, mich mal wieder unter die Instagram-Community zu mischen. Eine 14-tägige Challenge mit Bildern und kurzen, interessanten Texten, das sollte ich doch hinkriegen. Falsch gedacht, denn dann kam das Leben (mal wieder) dazwischen in Form von meiner Arbeit, meiner Familie, meinem Geburtstag und unserem Projekt “Hausbau”. Da ich die 14 Stichpunkte der #meettheblogger – Challenge von Anne Häusler aber ganz spannend fand, um meinen Blog-Lesern, Instagram-Followern und Onlineshop-Kunden/Kundinnen etwas mehr über mich zu erzählen, habe ich mich kurzer Hand dazu entschlossen sie hier zu beantworten. Here we go, that’s me und für mehr Realität auf Instagram und Blogs!

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Du: Ich bin Ann-Cathrin, 42 Jahre alt, verheiratet mit Herrn Krauss und wir haben zwei Fräulein Krauss, die sind 8 und 10 Jahre alt. Ich habe nach meinem Abitur BWL studiert und bin schon für die Diplomarbeit zum Modelabel ESPRIT gegangen, bei dem ich dann 8 Jahre in verschiedenen Positionen arbeiten durfte. An meinem ersten Tag im Mutterschutz sind wir von Düsseldorf ins fränkische Herzogenaurach (bei Nürnberg) gezogen. Nach der Elternzeit habe ich erst für die Sportmarke PUMA gearbeitet bevor ich dann den Schritt in die Selbständigkeit gewagt habe. Der Grund für meine Selbständigkeit war die bessere Vereinbarkeit von Familienleben und Beruf, die so viele von uns vor eine Herausforderung stellt. Intrinsisch motiviert war die Selbständigkeit erst nicht. Inzwischen genieße ich alle ihre Vorteile und kenne ihre Nachteile. Ich bin einer zukünftigen Arbeit in einem Team nicht abgeneigt, denn es fehlen mir definitiv Menschen um mich herum mit denen ich zusammen etwas erarbeiten kann.

Im September 2018 sind wir von Bayern zurück in unsere Heimatstadt Karlsruhe gezogen, back to the roots nach 18 Jahren. Die Entscheidung für Karlsruhe wurden von ganzem Herzen aber auch aus pragmatischen Gründen getroffen. Herr Krauss arbeitet für eine Firma in Holland, ist dort viel vor Ort, aber auch sonst wo beruflich in der Weltgeschichte unterwegs. Ich selber wollte nach Düsseldorf und Herzogenaurach nicht wieder komplett bei Null mit den Kindern in einer fremden Stadt oder gar einem fremden Land anfangen, um dann (vielleicht) nach ein paar Jahren wieder woanders hin zu ziehen. Wir haben uns einen “Heimathafen” gewünscht, von dem aus wir alle starten können aber in den wir uns auch alle wieder zurück ziehen können. Und diesen Hafen haben wir in der Heimat bei der Familie gefunden. Zusammen ist man weniger alleine! (Ich weiße, diesen Satz verwende ich öfter, aber er trifft auf uns so gut zu.)

Wie ich gelernt habe: Ich lerne immer noch und das jeden Tag. Inzwischen würde ich mir wünschen mit meinem heutigen Wissen und meiner Erfahrung 10 oder 20 Jahre zurück zu gehen und viele Dinge anders anzupacken. Vor allem würde ich mehr “Nein” sagen und stolz dazu stehen. Und ich weiß inzwischen, dass es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt. Weder beim Wohnen noch im Job noch in allen anderen Situationen des Lebens.

Arbeitsplatz: Oh ja, mein Arbeitsplatz. Ich bin ein visueller und ordentlicher Mensch. Schon früher zu Schulzeiten habe ich erst meinen Schreibtisch aufgeräumt, bevor ich gelernt habe. Das war fast schon pedantisch. Mein großes Fräulein Krauss liebt es im Chaos auf ihrem Schreibtisch zu versinken, das macht mich immer ganz nervös, ich bewundere sie aber auch dafür. Ich kann super an Arbeitsplätzen arbeiten, die aussehen wie frisch aus der neuen Wohnzeitschrift: aufgeräumt, nur wenig steht herum, aber gerne ein paar Blumen und eine Tasse Kaffee oder Tee, mein Kalender und der Füller. Dann fließen die Gedanken für frische Texte auf dem Blog oder die Auswahl schöner neuer Sachen für meinen Onlineshop. Wenn ich sehr monotone Dinge erledigen muss, wie z.B. neue Produkte in meinem Onlineshop anlegen, dann reicht mir ein Laptop und eine Excel-Tabelle und los geht es, das Drumherum blende ich dann für ein paar Stunden komplett aus. Da kann ich auch zwischen den Kisten mit der neuen Ware sitzen. Wenn ich Kundenbestellungen packe, dann arbeite ich an einem Packtisch, auf dem nur die Dinge liegen, die ich wirklich zum Verpacken und Versenden benötige: Schöne Seidenpapiere und Papiertüten, Aufkleber, Geschenkband, Masking Tape, Kartons und der Paketbandabroller (ganz wichtig!).

Frühling: Der Frühling ist meine liebste Jahreszeit. Alle blüht, ist bunt und duftet gut. Ich bin ein Mai-Kind, vielleicht mag ich den Frühling darum so sehr. Es ist meist warm und sonnig, aber noch nicht so heiß wie im Sommer. 20 bis 25 Grad reichen wir voll und ganz für mein Wohlgefühl.

Organisation: Ich würde mal behaupten ich bin ganz gut im Organisieren, bin schnell, zügig und habe Spaß daran. Nicht immer, aber meistens. Ich arbeite am liebsten mit einem richtig Kalender aus Papier sowie Post-Its an strategischen Stellen (Kühlschrank, Haustür, Auto, auf dem Kalender). Und ich nutze die Notizfunktion im iPhone. Aber ich bin noch lange nicht so gut wie mein großes Vorbild: meine Freundin Judith aus Hamburg. Sie managt ihre 6-köpfige Familie samt Job, Freundeskreis, Urlauben für viele etc. wie keine andere. Ich sage nur: sie hat die Zugtickets für die Fahrt zu uns nach Karlsruhe am 29. Juni an Sylvester um 0.45 Uhr gebucht zwischen Böllern und einem Glas Champagner. Weil am am 1.1. die neuen Fahrpläne raus kommen und man noch einen Frühblüher-Schnapper machen kann! Da bleibt für mich noch viel Luft nach oben.

Zitat/Motto: Da halte ich es mit den Fantastischen Vier: “Immer locker bleiben sag’ ich, immer locker bleiben …” Wenn nicht gerade wieder so eine Situation passiert wie letzte Woche mit der Küche beim Projekt “Hausbau”. Da ist selbst mir das Lachen mehr als vergangen und von “locker bleiben” war ich weit entfernt.

Die ungeschminkte Wahrheit: Die steckt zu 100% in allem, was ich über diesem Punkt und darunter schreiben. Und was du auch sonst auf meinem Blog lesen kannst. That’s me, verstellen bringt weder mir noch euch etwas. Dadurch entstehen nur falsche Erwartungen, Druck, schlechte Gefühlen und miese Laune.

Traumprojekt: Ist nicht unser ganzes Leben ein Traumprojekt? Suchen wir nicht immer wieder nach schönen Gefühlen, die wir mit Hilfe von Aktionen oder Reaktionen erreichen wollen, um uns in unserem eigenen Leben so richtig wohl zu fühlen? Unser Haus war und ist so ein Traumprojekt, mit dem wir uns gewünscht haben als Familie endlich “anzukommen”. Traumhaft ist so ein Hausbau von A-Z nicht, eher ernüchternd, das weiß ich jetzt auch. Schön hingegen ist, dass wir gute Freunde haben, die auch gerade umbauen und wir gemeinsam darüber lachen können. Vielleicht schreiben wir auch ein Buch über unsere Erlebnisse inklusive unserer Whats App-Nachrichten der “Katastrophen”. Das könnte so ein Traumprojekt werden. Das Schreiben habe ich schon immer geliebt.

Ein Traum wäre, mit der Lebenserfahrung von heute noch einmal in meinem alten Job als Lizenzmanagerin bei ESPRIT zu arbeiten, mit all meinen alten Kolleginnen. Wir waren schon eine gutes Team und haben mit tollen Lizenzfirmen gearbeitet. Leider weiß man oft erst später zu schätzen was man wirklich hatte.

Traumprojekte sind auch unsere Urlaube, die wir mit unseren Freunden planen. Die müssen garnicht weit weg sein, uns reicht schon die Nordsee oder wandern in den Bergen. Aber die gemeinsamen Momente bei Sonnenuntergang am Meer oder verschwitzt auf einem Berggipfel sind einfach wunderbar.

Mein Tag: Mein Alltag ist völlig unspektatkuläre. Um 6 Uhr stehe ich auf und trinke in Ruhe eine Tasse Kaffee. Dann kommen die üblichen Routinen aller Familien mit Kindern: anwecken, aufwecken, aus dem Bett raus holen, Frühstück machen, Pausenbrotboxen richten, Zöpfe flechten, bei Kleiderfragen beratend zur Seite stehen, schlechte Laune am Morgen ausgleichen oder abpuffern, alle Kinder mit Küssen in die Schule verabschieden. Um 7.30 Uhr mache ich mich auf den Weg zu meinem Arbeitsplatz. Dann arbeite ich meist bis 14 Uhr durch, je nach Pensum und Stundenplan. Wenn die Kinder zu Hause zu Mittag essen und nicht in der Schule oder bei der Oma, dann koche ich ein schnelles Essen. Nachmittags klappe ich zu Hause wieder den Laptop auf und erledige noch ein paar berufliche Dinge wie Kundenanfragen, Emails, Überweisungen, Korrekturen im Onlineshop und Blog, etc. Wenn die Kinder bei den Hausaufgaben oder beim Lernen Hilfe brauchen, bin ich da. Montags, dienstags und donnerstags fahren wir dann gegen 16.30 Uhr los zum Hockeytraining, während der der Feldsaison bin ich das Mama-Taxi weil die Kinder mit der Straßenbahn nicht zum Platz kommt. Meist sind wir gegen 19 Uhr zurück, dann mache ich das Abendessen, wir treffen Herr Krauss per Face Time oder er ist tatsächlich bei uns, ich spüle ab, hänge Wäsche auf, lese etwas vor oder kuschle mit den Kindern. Wenn gegen 20.30 Uhr Ruhe einkehrt, rolle ich meine Yoga-Matte aus, lese, höre einen Podcast oder schaue mir eine Serie an. That’s it! Natürlich gibt es auch andere Tage, aber diese sind Standard.

Wenn ich mir für Familien in Deutschland etwas wünschen könnte, dann dass alle Schulkinder bis 15 Uhr Schule haben, wie es in Holland der Fall ist. Es gäbe keine Wahl zwischen Ganztagsklasse und Hort, Mittagessen in der Schule oder zu Hause, kein Vergleichen zwischen den Schulkindern wer wann nach Hause darf. Die Eltern könnten Beruf und Familienzeit besser miteinander vereinbaren und der Druck wäre etwas weniger.

Buchtipp: Da gibt es so viele Tipps, weil ich Bücher liebe. Ja, wir gehen auch noch in Bibliotheken und finden das super! Ein Buch habe ich tatsächlich im Rahmen der 14-Tage-Challenge bei Instagram vorgestellt: “Unbox your life – Bewohnerfrei, das Geheimnis für deinen Erfolg im Leben” von Tobias Beck. Das Coachingbuch ist leicht & locker geschrieben, eher selten für einen Ratgeber. „Zeig mir, mit wem du dich umgibst, und ich sage dir, wer du bist!“ sagt Tobias Beck und zeigt auf, wie wir uns nachhaltig von so genannten Bewohnern befreien können, um zu verhindern, dass wir selber zu unzufriedenen Dauernörglern werden. Lerne in Chancen zu denken statt Probleme zu sehen. Mich hat das Buch sofort inspiriert und meinen Blick auf mich und mein Glück nachhaltig verändert.

Throwback: Wie schon mehrfach erwähnt würde ich einfach gerne noch mal das gleiche Leben wie bisher mit den Lebenserfahrungen von heute leben! Klingt das langweilig? Mir gefällt es!

Selbstliebe: Das kann ich, glaube ich, ganz gut: Yoga, Meditation, regelmäßig Laufen, gute Ernährung, heißes Zitronenwasser, Kurkuma-Pfeffer-Shot, Hafermilch, lächeln. Und machmal tut es mir so richtig gut all diese Dinge über Bord zu werfen und in den Tag rein zu leben mit Burger, Süßkartoffelpommes, eiskaltem Weißwein und 5 Folgen der Lieblingsserie auf Netflix am Stück. Selbstliebe heißt doch auch auf sein Baugefühl zu hören!

Bloggende Freunde: Lustigerweise habe ich keine Freunde, die auch bloggen. Dafür können meine guten Freunde viele andere tolle Sachen und haben spannende Jobs, die ich sehr inspirierend finde!

Top Tipp: Nicht zu viel nach rechts und links schauen. Wenn du eine Straße überquerst dann bitte schon, aber nicht wenn es um den Inhalt des eigenen Lebens geht. Der Vergleich mit anderen, zum Beispiel in den sozialen Netzwerken, kann mächtig schlechte Laune machen. Lass dich von anderen inspirieren aber setze nicht die gleichen Maßstäbe an dein Leben an! Nobody ist perfect.

♥-liche Grüße, Frau Krauss 

Text: Ann-Cathrin Krauß

Fotos: Thorsten Krauß

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