Kleiner Workspace // Homeoffice Nr. 2 für unser Zuhause

(Werbung: enthält Verlinkungen*)

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Wie alle sind wir im März von einem gut funktionierenden Familienalltag in das Corona-Familienchaos gefallen. In der Pre-Corona-Zeit (eine neue Epoche) waren die Kinder täglich in der Schule und mein Mann fast jede Woche zum Arbeiten in seiner Firma in Holland. Ich bin flexibel gependelt zwischen meinem Büro mit dem Onlineshop-Lager und dem Homeoffice, je nach Stundenplan der Kinder und Anwesenheit der Handwerker (da war bzw. ist ja noch was: unser Never-Ending-Projekt „Haus“). Unseren großen Home-Office-Schreibtisch habe ich mir manchmal mit meinem Mann geteilt. Meist habe ich diese Tage, wenn er mal nicht in Holland war und von zu Hause gearbeitet hat, aber für längere Arbeistszeiten im Büro genutzt.

Und dann kam Corona. Mein Mann war nur noch im Home-Office mit Video-Konferenzen und Telefongesprächen über den ganzen Tag verteilt, dazwischen strategische und planerische Sequenzen für die er Ruhe brauchte. Mein Platz an unserem großen Home-Office Schreibtisch war plötzlich belegt mit all seinen Sachen, zwischendrin am Tag achtlos zur Seite geschoben vom großen Fräulein Krauss, das an meinem großen Bildschirm (den ich sonst für die Bearbeitung von meinem Onlineshop & Blog sowie Bildern nutze) ihre Videokonferenzen mit den Lehrern und der Klasse abgehalten hat. 

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Ich bin recht schnell vormittags ins Büro „geflüchtet“ um in Ruhe arbeiten zu können. Natürlich erst nach dem täglichen Home-Schooling-Meeting mit den Kindern um zu klären wer was ausdrucken muss, wer welches Fach bearbeiten muss und ob die Aufgebenestellungen klar sind. Wenn Herr Krauss „im Call“ war ( ein Ausdruck den die Kinder seit dem Lockdown in ihrem Wortschatz von uns übernommen haben) klingelte aber auch bei mir im Büro regelmäßig das Telefon um Fragen zu Schulaufgaben zu stellen oder nur um abzuklären wann es Mittagessen gibt, welches Essen heute auf der Speisekarte steht und ob es vielleicht auch schon um 12 Uhr auf dem Tisch stehen könnte. Die Mahlzeiten haben wohl nicht nur meinen Kindern eine zeitliche Struktur in ihrem neuen Nur-Zuhause-Alltag gegeben wie ich von anderen Eltern gehört habe. Für uns Erwachsene waren sie aber trotzdem eine zusätzliche Belastung in Verbindung mit unserer Arbeit. Wir sprechen ja nicht von ein paar Tagen oder Wochen, es waren Monate in diesem Zustand.

Nach anfänglicher Gestresstheit, weil das Arbeiten im Home-Office nicht so reibungslos professionell daher kam wie im Büro, hat sich auch Herr Krauss entspannt. Er wurde immer nur etwas hektisch wenn die Kinder das Zimmer für den Online-Klavierunterricht nutzen mussten. Denn neben dem Schreibtisch steht das Klavier. Mit dem Beginn des Sommers wurde dann auch die Terrasse vor seinem Arbeitsplatz von den Kindern in ein Wasser-Eldorado verwandelt. Hinter der Glasscheibe konzentriertes Arbeiten und auf der anderen Seite Freudenschreie von Meerjungfrauen auf aufblasbaren Schwimmtieren (wir spielten neuerdings im Team Aufstell-Pool).

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Wenn ich nicht im Büro war, bin ich mit meinem Laptop am Esstisch gesessen und habe gearbeitet. In einem Teil meines Jobs kann ich ein digitaler Nomade sein, das kam mir während des Corona-Familienchaos sehr zu Gute. Nichts desto trotz ist unser sehr offen geplanter Wohn-/Ess-/Küchen-Bereich im Haus nicht für zwei arbeitende Eltern und zwei schulpflichtige Kinder im Lockdown-Modus geeignet. Die Option für jeden einen Arbeitsplatz mit Rückzugsmöglichkeit zu haben kristallisierte sich dann doch als Wunsch heraus. Bei Bedarf im Kinderzimmer zu sitzen mit Playmobil und Puppen im Rücken und dabei online zu arbeiten hat sich weder für Herrn Krauss noch für mich auf Dauer richtig angefühlt. Und so schafften wir einen weiteren flexiblen Home-Office-Platz in unserem Schlafzimmer.

Wir schätzen uns sehr glücklich den Luxus des Platzes zu haben. Gleichzeitig wollten wir aber auch das Schlafzimmer nicht in ein zweites Arbeitszimmer verwandeln. Darum haben wir uns für einen schmalen Schreibtisch mit Hocker entschieden, an dem mein Mann Video-Konferenzen machen kann. Einer von uns kann in Ruhe am Laptop arbeiten während die Kinder Freunde zu Besuch haben oder die Klavierlehrerin jetzt wieder im Haus ist. Gleichzeitig dient der kleine Schreibtisch mit den zwei Schubladen als Konsole für eine gemütlich Lichtquelle und Dekoration. Ich kann ihn auch als Schminktisch nutzen (wenn ich mich mal wieder schminken würde, bin noch durch das viele Maskentragen im Natur-Look unterwegs, auch große Ohrringe nutze ich gerade garnicht). 

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Nach längerer Recherche haben wir den Schreibtisch und den samtigen Hocker bei Westwing entdeckt. Die Sachen waren schnell geliefert und der Schreibtisch ruckzuck aufgebaut. Die Lampe ist von Lichtliebe und heißt “FAFOO”, wir haben sie uns vor einigen Jahren auf einem Design-Markt in Nürnberg gekauft. Die schöne Kiste ist von House Doctor, aber ebenfalls schon etwas älter, genauso wie der Spiegel von Ikea. Mit dem kleinen Homeoffice-Platz ist auch eine Grünpflanze in unserem Haus eingezogen, bisher hegten wir eher eine Leidenschaft für Schnittblumen und Kräuter innerhalb unserer vier Wände. Diese pflegeleichte Zimmerpflanze namens Spathiphyllum reinigt übrigens die Raumluft, das finde ich gut.

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In dieser Woche sind zum ersten Mal seit dem Lockdown alle wieder gleichzeitig ausgeflogen: die Kinder sind in der Schule und Herr Krauss ist in seiner Firma in Holland. Heute genieße ich mal ein paar Stunden außerhalb des Büros in unserem plötzlich sehr ruhigen Haus und schreibe diesen Blog-Post an unserem kleinen Workspace, dem Homeoffice Nr. 2 für unser Zuhause. Denn gerade beim Schreiben ist ein Perspektivenwechsel sehr förderlich. Perfekt für mich! Und für die Zukunft sind wir jetzt bestens aufgestellt in Sachen mobiles und flexibles Arbeiten. Habt einen schönen Tag!

♥-liche Grüße, Frau Krauss 

Text & Fotos: Ann-Cathrin Krauß

(*Alle Sachen, die ich verlinkt habe, sind selber gekauft und selber bezahlt. Trotzdem muss ich Verlinkungen als Werbung markieren)


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